Leistungsübersicht

Akupunktur / Ohrakupunktur / Neue Schädelakupunktur nach Dr. Yamamoto

Akupunktur gilt als eine der Säulen der seit Jahrtausenden angewandten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Akupunkturpunkte liegen auf Energiebahnen, den sogenannten Meridianen. Dort verläuft die Lebensenergie „Qi“. Krankheit wird als eine Störung dieses Qi-Flusses definiert.

Mit Hilfe feinster Nadeln, die an genau definierten Energiepunkten entlang der Meridiane gesetzt werden, kann der Energiefluss stimuliert und das Gleichgewicht wiederhergestellt werden; vor allem bei Rücken- und Schulterbeschwerden, Gelenkerkrankungen, Kopfschmerzen und Migräne, sowie chronischen Leiden oder Befindlichkeitsstörungen.

Die Kosten der sogenannten Körperakupunktur werden derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen einmal jährlich (alle 365 Tage) bei einem nachgewiesenen Verschleiß des Kniegelenkes (Gonarthrose) und bei chronischen Lendenwirbelbeschwerden übernommen.

Kosten für Ohrakupunktur und Schädelakupunktur nach Yamamoto werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Die meisten privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten die Akupunkturbehandlung bei chronischen Schmerzen. Insbesondere bei Schmerzen am Bewegungsapparat, Kopfschmerzen, Migräne und anderen Schmerzen.

Injektionen / Neuraltherapie

Eine Lokalanästhesie ist die Betäubung eines begrenzten Körperbereiches. Dies wird erreicht mithilfe von Medikamenten, die die Schmerzweiterleitung unterbrechen. Insbesondere kann sich dadurch an der Wirbelsäule häufig schmerzhaft verspannte Muskulatur lockern. Auch im Bereich der Gelenke kann durch Zusatz entzündungshemmender Substanzen eine abschwellende und schmerzlindernde Wirkung erzielt werden.

Die Neuraltherapie etablierte sich als Therapiemethode in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts und wurde entdeckt und eingeführt durch die Arztbrüder Huneke.

Ein Lokalanästhetikum wird injiziert bei sogenannten potentiellen Störfeldern. Diese können das Regulationsgefüge des Körpers negativ beeinflussen.

Spezielle Schmerztherapie

Schmerzen empfinden zu können, ist für den Menschen von existentieller Bedeutung. Schmerzen sind ein Warnsignal vor zu starker Belastung oder schädigenden Einflüssen. Sie haben also eine wichtige Schutzfunktion.

Üblicherweise verfügt der Körper über Systeme, die die Schmerzen soweit hemmen, dass sie nicht dauerhaft bestehen und als übertrieben empfunden werden, also nicht außer Kontrolle geraten.

Wenn diese Mechanismen nicht mehr richtig greifen, dann kann sich der Schmerz verselbstständigen und dadurch den Körper selbst, aber auch die Seele erheblich schädigen. Wir sprechen dann von einer Schmerzchronifizierung.
Im Rahmen der Schmerztherapie erfolgt nun in unserer Praxis anhand der Auswertung spezieller Fragebögen und einer gezielten Anamnese eine genaue Schmerzanalyse.

Darauf aufbauend erhält der Patient eine entsprechende individuelle Schmerztherapie unter Einbeziehung multimodaler Konzepte. Falls erforderlich, arbeiten wir mit weiteren Spezialisten unseres Netzwerkes zusammen.

Um sich zur speziellen Schmerztherapie bei uns vorzustellen, benötigen Sie einen gesonderten Termin in der Schmerzsprechstunde und eine entsprechende Überweisung. Eine Kassenzulassung zur Schmerztherapie ist vorhanden. Im Vorfeld muss zunächst ein Schmerzfragebogen ausgefüllt werden.

Osteopathie

Der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still ( 1828 – 1917 ) gründete 1892 das erste amerikanische College für Osteopathische Medizin in Kirksville/Missouri.

Sein Grundgedanke:
Der Körper bildet eine Einheit und besitzt bereits alle Fähigkeiten zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Erholung von Krankheit. Die Aufgabe des Arztes ist es, diese Selbstheilungsfähigkeiten zu unterstützen.

Es entwickelten sich drei Bereiche und eine Vielzahl von Behandlungstechniken:

1. Die parietale Osteopathie

Die Wirbelsäule, die Extremitäten einschliesslich ihrer Gelenke werden durch Techniken wie Muskelenergie, Myofasziale Entspannung, Counterstrain , mit mobilisierenden Griffen und Impulsen behandelt.

2. Die viszerale Osteopathie

Der Brust-und Bauchraum mit den inneren Organen wird mit Weichteiltechniken einschliesslich der Lymphatischen Techniken beispielsweise über viscerale Reflexe behandelt

3. Die craniosacrale Osteopathie

Bei dem craniosacralen System wird der Schädel mit den Schädelknochen sowie den an der Kopfhaut/Schädelnähten befindlichen Nervenpunkten und den damit in Verbindung stehenden Strukturen des Nervensystems sowie dem Sacrum (Kreuzbein) einschliesslich der Bewegungsabläufe (craniosacraler Rhythmus) untersucht und behandelt.


Die verschiedenen Bereiche sind als funktionelle Einheit miteinander vernetzt und werden ganzheitlich betrachtet. Nach einer vollständigen Untersuchung werden die Behandlungsschwerpunkte ausgewählt und manuell die jeweiligen Techniken eingesetzt.

Zur Behandlung sollte ein Handtuch und leichte Sportbekleidung mitgeführt werden.

Einige gesetzliche Krankenkassen unterstützen osteopathische Behandlungen als freiwillige Satzungsleistungen, da keine Leistungspflicht für diese Form der Heilkunde besteht.
Gerne können Sie sich bei Ihrer Krankenkasse informieren.

Die Wirksamkeit der Osteopathischen Medizin wird international erforscht, wobei insbesondere zahlreiche Veröffentlichungen der amerikanischen D.O.s (Doctors of Osteopathic Medicine) als Literatursammlung an der University of Texas vorliegen. Die Bundesärztekammer geht von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen bei chronischem Schmerzsyndrom der Lendenwirbelsäule aus. (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff). Ein Heilungsversprechen für die zahlreichen Anwendungsgebiete der Osteopathie kann daraus nicht abgeleitet werden.

Weitere Informationen insbesondere zu den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten erhalten Sie z.B. unter www.DAAO.info und www.DGOM.de

Sonografie

Mittels Ultraschall können in der Regel schmerzlos und ohne Strahlenbelastung (auch in der Schwangerschaft) Verletzungen an Muskel/Sehnen/Bandstrukturen sowie Reizzustände der Gelenkschleimhäute erfasst werden.

In unserer Praxis steht hierfür ein hochauflösendes Gerät einschliesslich Gefäß-Duplex-Funktion zur Verfügung.

Digitales Röntgen

Zur schnellen Diagnostik von knöchernen Verletzungen und Planung weiterer Maßnahmen besitzt die Praxis eine moderne digitale Röntgenanlage welche die Vorteile der minimierten Strahlenbelastung mit der Möglichkeit der digitalen Bildkopie verbindet.

Stoßwellentherapie

Durch eine hochenergetische Schallwelle mit wechselnden Druck- und Zugkräften werden in Körpergeweben Reize auf die Zellwände erzeugt. Dieser als Mechanotransduktion bekannte Mechanismus bewirkt eine Vielzahl von Veränderungen des Zellstoffwechsels wie Stimulation von Stammzellen, Freisetzung von Wachstumsfaktoren, Ausschwemmung von Nervenbotenstoffen (Neurotransmitter), Aktivierung von Mitochondrien u.v.m. Die Anwendung ist sehr nebenwirkungsarm (lokaler Schmerz, Rötung an der Behandlungsstelle).

Die Behandlungsgebiete in der Schmerz- und Stoffwechseltherapie sind vielfältig und erfahren eine ständige Erweiterung – hier eine Auswahl:

  • Sehnenansätze an Ellenbogen (“Tennis- und Golferellenbogen“)
  • Achillessehne, Plantarfascie mit Fersensporn, Patellarsehne
  • Verkalkungen in Sehnen (“Kalkschulter”)
  • Triggerpunkte der Muskulatur und Adhäsionen von Fascien
  • Verzögerte Knochenbruchheilung
  • Avaskuläre Hüftkopfnekrose

Evidenzbasierte Studien haben insbesondere bei Plantarfasciitis mit/ohne Fersensporn die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit dieser Behandlungsmethode nachgewiesen (Metaanalyse von Dizon et al. in Phys. Med. Rehab. 2013).

In unserer Praxis kommen sowohl eine radiale Stoßwelle für oberfächliche Regionen als auch eine piezoelektrische focussierte Stoßwelle für tiefer liegende Behandlungsgebiete zur Anwendung.

Magnetfeldtherapie/ Pulsierende Signaltherapie PST

Durch magnetische Wechselfelder werden in Zellmembranen und im Zellkern chemische und physikalische Vorgänge beeinflusst.

Im Labor (“in vitro”) konnte eine gesteigerte DNA-Synthese mit erhöhter Transkriptionsrate und eine Reduktion an Kollagen Typ II Expression (Knorpelabbauindikator) als positive Wirkung auf Chondrocyten (Knorpelzellen) festgestellt werden.

Hinsichtlich der Wirkungsstärke ist insbesondere eine variable Frequenz und variable Flussdichte in Form von in Dauer und Intensität wechselnder Rechteckimpulse von Bedeutung-sie unterscheidet eine pulsierende Signaltherapie von einer statischen Magnetfeldtherapie (z. B. durch angeklebte Magnete/Magnetbänder).

In unserer Praxis wird ein gepulstes magnetisches Wechselfeld für alle Gelenke eingesetzt.
Die Behandlung wird von den gesetzlichen Krankenkassen und einzelnen privaten Krankenkassen/ Beihilfestellen zur Zeit nicht erstattet.

Die Datenlage an evidenzbasierten qualitativ hochwertigen Studien ist aktuell noch uneinheitlich, einige Studien zeigten signifikante Effekte in Bezug auf Schmerzreduktion (Li et al. 2013), andere zeigten signifikante Verbesserungen in der Funktion sowie der Muskelkraft (Negm et al. 2013).

Ein Heilungsversprechen kann hierdurch nicht abgeleitet werden.

Naturheilverfahren

Um die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung zu aktivieren setzen die Naturheilverfahren die Heilwirkung von Reizen aus der natürlichen Umwelt ein.

Naturheilverfahren im klassischen Sinn (5 Säulen der Kneipp-Therapie) sind die

  • Bewegungstherapie (einschliesslich Massagetechniken, Manuelle Medizin, manuelle Lymphdrainage und Atemtherapie)
  • Ernährungstherapie: durch eine gesundheitsfördernde präventive und dem Krankheitsbild angepasste Ernährungsgestaltung
  • Phytotherapie: Behandlung mit Wirkstoffen aus Heilpflanzen
  • Hydrotherapie und Balneotherapie/ Thermotherapie: Bäder, Güsse, Wickel und Packungen
  • Ordnungstherapie: Anleitung zum Gesundheitstraining mit ausgewogener Lebensführung und der Entspannungsverfahren im regelmäßigen Rhythmus sowie im Einklang mit der Natur

Die erweiterte Naturheilkunde umfasst zusätzlich ausleitende Verfahren wie Blutegeltherapie, Mechanotherapie wie Magnetfeldtherapie, Elektrotherapie und Stosswellentherapie sowie unter anderem Akupunktur, Homöopathie und Neuraltherapie.
Insbesondere durch den Schwerpunkt auf der individuellen Konstitution stellt die Naturheilkunde auf diese Weise ein umfassendes ganzheitliches Behandlungskonzept von Körper, Seele und Geist dar.

Die positiven Auswirkungen auf den Stoffwechsel sowie auf das Immunsystem sind durch Studien von hoher Evidenz belegt. Aus diesem Grund finden sich viele Empfehlungen aus der Naturheilkunde in den Behandlungsleitlinien der Fachgesellschaften.